29. November 2025

Kath. Stadtkirche Geretsried

Homepage des Pfarrverbandes Hl. Familie und Maria Hilf

Kath. Stadtkirche Geretsried

Über uns

Liebe Pfarrangehörige der Stadtkirche Geretsried, liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,
ich begrüße Sie sehr herzlich, auch im Namen des Pastoralteams und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtkirche Geretsried auf unserer Homepage. „Einfach anders“ – so lautet das Motto der Stadt Geretsried. Das könnte man in gewisser Weise auch von unserer Stadtkirche sagen und ebenso von der Art und Weise wie wir als Christen in der heutigen Zeit leben. Gegründet wurde unser Pfarrverband am 6. Dezember 2015 und besteht aus den beiden Pfarrgemeinden Heilige Familie und Maria Hilf. Auf dieser Seite können Sie einen Einblick in unsere vielfältigen Angebote nehmen und unsere unterschiedlichen Gruppen kennen lernen. Vielleicht ist ja auch etwas für Sie dabei? Sie wären jedenfalls herzlich willkommen! Darüber hinaus laden wir Sie auch ein, unseren christlichen Glauben näher kennen zu lernen. Als Christen sind wir einfach anders unterwegs, weil wir versuchen, aus der Hoffnung heraus zu leben, dass Gott unser Leben trägt und begleitet. Deswegen sind wir nicht gleich bessere Menschen, aber auf jeden Fall besser dran, weil wir eine Perspektive über das Hier und Jetzt hinaus haben. Wir leben aus dem Glauben heraus, dass wir nicht alles aus eigener Kraft heraus meistern müssen, sondern dass Gott an unserer Seite steht und all unsere Wege mitgeht, auch die Umwege, die wir auf unserem Lebensweg hin und wieder nehmen. Falls Sie Interesse haben, mehr davon zu erfahren, wie wir glauben und leben, sprechen Sie uns gerne an. Wir freuen uns Ihnen persönlich zu begegnen und von uns zu erzählen.

Pfarrer Andreas Vogelmeier


Pastoralkonzept der Stadtkirche Geretsried (Stand 14.08.2025)

Definition „Pastoralkonzept“:

Das Pastoralkonzept bietet eine Schwerpunktsetzung für die künftige Entwicklung der Stadtkirche. Es soll Orientierung geben und uns helfen, die richtigen Prioritäten zu setzen.

1) Biblische Grundlage

Das Pastoralkonzept der Stadtkirche Geretsried wurde in zwei Etappen erarbeitet. Grundlage war jeweils eine Bibelstelle: 2017 „Suchet, dann werdet ihr finden“ (Lk 11,9) und 2022 die Frau am Jakobsbrunnen (Joh 4,1ff), die für uns inhaltlich zusammengehören:

Kirche ist keine „geschlossene Gesellschaft“ mit nur einer und unumstößlichen Antwort auf die Fragen, die heute Menschen – jung und alt – stellen. Es geht immer neu ums Suchen und auch ums Finden. Die Frau vom Jakobsbrunnen ist eine Samariterin, und damit nicht Teil der jüdisch-christlichen Gemeinschaft. Dennoch geht Jesus offen auf sie zu. Diese Offenheit ist uns wichtig.

Unser Ziel ist, die Stadtkirche nahe an den Menschen in Geretsried lebendig werden zu lassen. Wir wollen offen sein für alle, die Orientierung suchen oder auch zweifeln, die Sehnsucht haben nach dem Leben. Gleichzeitig wollen wir allen eine „Glaubensheimat“ geben, die sich den beiden Pfarreien verbunden fühlen, die die sogenannte „Kerngemeinde“ bilden, sich engagieren und das Gemeindeleben gestalten und mittragen.

Unser Ziel ist es aber auch, auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet zu sein. Wir wollen offen sein für gesellschaftliche Veränderungen, mit denen wir konfrontiert werden und die jeden von uns immer neu herausfordern, sei es durch Erwachsen- und Älterwerden, in familiären oder beruflichen Kontexten, in „Freud und Leid“ des Lebens. Hier ist die Erfahrung von Gemeinschaft von Bedeutung.

Unsere Pastoral – also unsere Seelsorge – soll zum gelingenden Leben beitragen. Es geht hierbei um Begleitung, um das „Da-sein“, um den Glauben, der unsere Kraftquelle ist. Glaube ist damit letztlich der Mut zum Leben.

2) Unser Weg zum Pastoralkonzept

Am Einkehrtag am 22.10.2022 hat sich der neugewählte Stadtkirchenrat (SKR) auf den Weg gemacht. Dabei wurde sowohl wahrgenommen, was uns im Blick auf den Sozialraum der Stadtkirche auffällt, als auch, wo unsere eigenen Charismen und Ressourcen liegen. In einer Zukunftswerkstatt wurde ein Blick in die Zukunft gewagt – erstmal ohne Grenzen des Möglichen zu denken. Dabei wurden unsere Grundanliegen klar und es wurden erste „Schnellboote“ geplant, um auch wirklich ins Handeln zu kommen. In einem weiteren Schritt wurde bedacht, wie dieses Pastoralkonzept den Gläubigen und Suchenden nähergebracht werden kann.

Das Pastoralkonzept ist absichtlich kurzgehalten, sodass es nicht in der Schublade liegt, sondern wirklich gelesen wird. Im Anhang können die aktuellen Unterlagen nachgelesen werden. (Sozialraumanalyse, Liturgischer Wochenplan, aktueller Kalender, Gruppierungen, etc…)

3) Sozialraum und Trends wahrnehmen

In den Sinus-Milieustudien und auch in unseren Beobachtungen lassen sich folgende Dinge wahrnehmen:

  • Bereitschaft der Menschen, sich projektbezogen zu engagieren, aber nicht mehr langfristig
  • Sinkende Bedeutung der Kirche im Alltag der Menschen
  • Starke Konkurrenz durch Freizeitangebote, Soziale Medien, lange Schul- und Hort Tage, 
  • Bedürfnis nach Heimat und Zugehörigkeit wird ergänzt durch eine Freude am Experimentieren
  • Ästhetik, Transparenz und Professionalität spielen eine immer größere Rolle

Die Stadt Geretsried – und damit auch die Stadtkirche – steht unter dem Motto „Geretsried – einfach anders“. Das zeigt sich in unterschiedlichsten Nationalitäten, Traditionen und kulturellen Prägungen (Landsmannschaften, Heimatvertriebe, Arbeitsmigration) und in den verschiedenen Wohnsituationen.

Wir wollen die unterschiedlichen Menschen mit ihren eigenen Themen und Anliegen in den Blick nehmen, im Bewusstsein, dass die Unterschiedlichkeiten nicht nur Herausforderungen sind, sondern auch Ressourcen.

4) Charismen und Ressourcen der Stadtkirche

Sowohl unsere beiden Pfarreien mit ihren Unterschieden als auch die Kindertagesstätte sehen wir als Ressourcen an. Die unterschiedlichen Kirchenräume (Heilige Familie, Maria Hilf, Nikolauskapelle) werden in unserem Gottesdienstkonzept bereits in ihrer Verschiedenheit genutzt. (Taizé, „Einfach.anders“, Thomasmesse, Jugendmette und normale Christmette, Adventsmomente, Maiandacht…). Zum Gelingen trägt auch die musikalische Vielfalt bei.

Unsere beiden Pfarrzentren geben den unterschiedlichen Gruppierungen Heimat und ermöglichen ein lebendiges Gemeindeleben. (Gruppierungen siehe Anhang)

Im weiteren Sinne gehören zu unseren Ressourcen auch die Kontakte zu unseren Kooperationspartner: zur Stadt, zur evangelischen Gemeinde und anderen Religionsgemeinschaften, zu Schulen und Kindergärten, zu Seniorenheimen und psychosozialen Einrichtungen, zur Caritas, zum Kreisbildungswerk, zum Quartiersbeirat, zum Partnerschaftskomitee, zur Feuerwehr und der katholischen Jugendstelle und anderen Einrichtungen und Gruppierungen.

5) Das ist uns wichtig

  • Aufsuchende Pastoral
  • Liturgische Vielfalt und Qualität
  • Musikalische Vielfalt und Qualität
  • Unterstützung von Bedürftigen, Inklusionsarbeit und das Stärken des Sozialkreises
  • Angebote für Menschen in jedem Lebensalter
  • Offenheit, (z.B. für verschiedenste Spiritualitäten)
  • Räume für Begegnung anbieten
  • Kirche draußen erlebbar machen (z.B. Beteilung am Begegnungsfest am Johannisplatz)

Willkommens- und Wohlfühlkultur

  • Vernetzung
  • Information und Transparenz und Professionalität
  • Qualität statt Quantität

6) Begonnene Projekte

Bei unseren Projekten ist uns eine Erprobungsphase wichtig. Gegebenenfalls werden Projekte nachjustiert oder bei Bedarf auf gute Weise verabschiedet. Auch neue Initiativen sind willkommen.

In jüngster Zeit vom SKR begonnene Projekte:

  • Ankommen und Bleiben
  • Zeit für Gott und mich
  • Runder Tisch der Gruppierungen (um Synergieeffekte zu nutzen)
  • Neuzugezogene in den Blick nehmen
  • Team „Öffentlichkeitsarbeit“
  • Seelsorgebank

7) Ausblick

  • Das Pastoralkonzept wird beim 10-jährigen Jubiläum der Stadtkirche Geretsried 2025 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
  • Aufgabe eines jeden neuen Stadtkirchenrates ist es, das Pastoralkonzept zu aktualisieren und fortzuschreiben.
  • Alle sind eingeladen, sich zu beteiligen.