1. Oktober 2026

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Geretsrieder Merkur – 28.09.2026
Neues Dach für Maria Hilf
Ordinariat gibt grünes Licht – Freude bei Pfarrer und Gläubigen ist groß

Geretsried – Lange war unklar, wie es mit der Pfarrkirche Maria Hilf weitergeht. Nachdem das Gotteshaus Ende 2024 aus Sicherheitsgründen geschlossen worden war, konnte niemand sagen, ob und wann dort wieder Gottesdienste gefeiert werden. Nun steht endlich fest: Maria Hilf bekommt ein neues Dach.

Gottesdienste seit Ende 2024 im Pfarrsaal

Der Strategische Vergabeausschuss des Erzbischöflichen Ordinariats hat zugestimmt und die Neuerrichtung genehmigt. „Das neue Dach kommt“, freut sich Geistlicher Rat, Pfarrer Andreas Vogelmeier, über die guten Neuigkeiten. Auch bei den Gläubigen ist die Freude groß, weiß der Seelsorger. Sie müssen seit geraumer Zeit auf den Pfarrsaal als Kirchen-Ersatz ausweichen. Denn um Maria Hilf herum wurde ein Bauzaun aufgestellt. Niemand darf die Kirche betreten. Doch die Geretsrieder hängen sehr an ihrem Gotteshaus, wie im Juni bei einem Infoabend im Pfarrheim erkennbar war (wir berichteten). Damals wurde schnell deutlich, was die Gemeinde will: das Kirchendach neu errichten und somit das Gotteshaus erhalten.

Maria Hilf ist seit November 2024 gesperrt. Der Klebstoff in der Dachkonstruktion der Kirche, eine Harnstoff-Leimverbindung, verliert seine Haftfähigkeit schlagartig. „Das kündigt sich nicht an“, erklärte Vogelmeier im Sommer. Die Sicherheit des Gebäudes konnte nicht mehr gewährleistet werden. Wie berichtet stellte die Pfarrei einen Bauantrag an das Erzbischöfliche Ordinariat, der jedoch vorerst zurückgestellt worden war.

Stattdessen wurde die Stadtkirche Geretsried gebeten, ein zukunftsfähiges Gebäudekonzept zu erstellen, das ihren gesamten Immobilienbestand in den Blick nimmt. Schließlich werden Kirchensteuereinnahmen immer weniger und der Unterhalt der Gebäude immer teurer. Dafür schauten sich Mitglieder beider Kirchenverwaltungen, Vorsitzende des Stadtkirchenrats, das Pastoralteam, die Leitung der Stadtkirche sowie zuständige Fachstellen des Ordinariats die verschiedenen Kirchen in Geretsried an. Daraus resultierten zahlreiche Überlegungen, die den Gläubigen beim Infoabend im Sommer präsentiert wurden. Unter anderem, beide Standorte – Heilige Familie und Maria Hilf – aufzugeben und ein neues Pfarrzentrum in der Stadtmitte zu errichten oder sich nur auf eines der beiden Pfarrzentren zu konzentrieren. Auf breite Zustimmung stieß bei den Besuchern allein die Option, die jetzt auch kommen wird: Das Dach neu bauen.

„Der Prozess hat uns gezeigt, dass das die einzige Lösung ist, die Sinn ergibt“, sagt Vogelmeier im Gespräch mit unserer Zeitung. Jedoch hat die ihren Preis. Das verdeutlichte der Pfarrer bereits bei besagtem Infoabend, als er erklärte, dass die Stadtkirche dann wohl keine finanzielle Unterstützung seitens des Ordinariats etwa zum Erhalt des Pfarrheims bekommt.

Ein exakter Zeitplan steht noch nicht fest

„Wir gehen das jetzt an“, resümiert Vogelmeier. „Die Gemeinde freut sich schon sehr.“ Erste Konferenzen zu den Planungen haben bereits stattgefunden, berichtet er. „Der Prozess startet.“ Einen genauen Zeitplan gibt es aber bis dato nicht. Auch zu den Kosten, die das neue Dach verschlingen wird, kann Vogelmeier noch keine Angaben machen. Im Sommer war die Rede von 1,8 Millionen Euro.

ELENA ROYER

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